Handchirurgie

Im Laufe des Lebens kann es an einem unserer wichtigsten Organe, der Hand, zu schmerzhaften Veränderungen kommen. Diese können zu erheblichen Belastungen und Einschränkungen im Alltag führen. Darunter nimmt das Karpaltunnelsyndrom einen großen Stellenwert ein, ebenso belastend können aber auch Ganglien, schnellende Finger, Hygrome oder andere gutartige Tumore sein. Bei all diesen Erkrankungen bieten wir mit unserer langjährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Handchirurgie spezielle Operationstechniken an, um die Funktion der Hand wiederherzustellen bzw. zu erhalten.

Karpaltunnelsyndrom

Diese häufige Erkrankung macht sich besonders durch nächtliches Kribbeln, Einschlafen und Schmerzen der Hände bemerkbar, da der Mittelnerv am beugeseitigen Handgelenk eingeengt ist. Der Nerv wird durch einen kleinen Schnitt im Hohlhandbereich entlastet und gelöst. Auch ihn umgebendes, verdicktes Sehnengleitgewebe kann mit entfernt werden, um ein erneutes Auftreten wirksam zu verhindern. Durch dieses "offen-chirurgische" Vorgehen wird im Gegensatz zu minimal-invasiven Verfahren eine optimale Sichtkontrolle und damit Sicherheit gewährleistet. Die Operation ist in lokaler oder regionaler Betäubung sowie in Dämmerschlafanästhesie durchführbar. Die Arbeitsfähigkeit ist ca. 14 Tage eingeschränkt.

Morbus Dupuytren

Die Dupuytrensche Kontraktur ist eine Erkrankung des Hohlhand-Bindegewebes, das direkt unter der Haut der Handinnenfläche liegt. Dort entstehen Verhärtungen, die sich bis in die Finger ausbreiten können. Dadurch kann es zum Einziehen der Finger in die Handinnenfläche kommen, wodurch die Beweglichkeit stark einschränkt wird. In der Operation, die die einzige Therapie dieser Erkrankung darstellt, werden die Narbenstränge mit größter Sorgfalt entfernt. Ob in Ihrem Fall schon die Notwendigkeit einer Operation besteht oder lieber noch abgewartet werden sollte, kann nur in einem persönlichen Gespräch und einer ausgiebigen Untersuchung getroffen werden. Im Anschluss an die Operation werden Sie für eine Woche mit einem Gips versorgt, danach muß eine krankengymnastische Behandlung erfolgen. Die Arbeitsfähigkeit ist mindestens 14 Tage eingeschränkt.

Schnellender Finger

Eine an einem verdickten Ringband hängenbleibende Beugesehne führt zu Schmerzen und einem "Haken" eines Fingers bei der Beugung. Meistens sind der Daumen oder der Ringfinger betroffen. Durch einen nur wenige Millimeter kleinen Schnitt oberhalb des Bandes in der Handinnenfläche kann dies in lokaler Betäubung behoben werden, damit die Sehne wieder frei gleiten kann. Die Arbeitsfähigkeit ist ca. 14 Tage eingeschränkt, die Bewegung des Fingers ist sofort freigegeben.

Ganglion (Überbein)

Überbeine können im Handgelenks- und Fingerbereich auftreten. Sie sind meist Aussackungen der Gelenkkapseln. Je nach Größe und Lokalisation können sie in lokaler oder regionaler Betäubung oder in Dämmerschlafanästhesie entfernt werden. Die Arbeitsfähigkeit ist ca. 14 Tage eingeschränkt.

Hygrome

Dabei handelt es sich um sackartige, flüssigkeitsgefüllte Ausstülpungen an den Sehnenscheiden, die den Ganglien sehr ähnlich sehen. Meist lassen sie sich in lokaler Betäubung problemlos entfernen. Die Arbeitsfähigkeit ist ca. 14 Tage eingeschränkt.

OP-Infos zur Handchirurgie

Betäubung: Lokalanästhesie oder Dämmerschlafanästhesie
Klinikaufenthalt: ambulant
Arbeitsfähigkeit: nach 7-14 Tagen